Home    
5/99

 
Nominiert für den Ultimate Trash Site Award 
Lobende Erwähnungen

"Ich bin eine glückliche Frau und Malerin" outet sich Simone-Yvonne von Budzyn. Ein Bekenntnis mit tieferer Bedeutung vor allem deshalb, weil sie sich einer Geschlechtsumwandlung unterzogen hat. Da eine solche Massnahme für die Betroffenen kein Zuckerschlecken ist, verbieten sich natürlich geschmacklose Bemerkungen zu diesem Thema. Zwei Fragen können wir uns im Zusammenhang mit dem Internetauftritt der Frau von Budzyn dann allerdings doch nicht verkneifen. Und zwar zum einen, ob sich über diverse Fernsehauftritte auch etwas weniger aufdringlich berichten lässt. Und ausserdem, ob eine Überarbeitung des Designs dem Gesamteindruck nicht förderlich sein könnte.

 
Zu den grossen Mysterien des späten 20. Jahrhunderts gehört ja, dass sich erwachsene Menschen leidenschaftlich mit "Tapsy Turtles", "Happy Hippos" und anderen Hartplastikartikel aus dem Ü-Ei beschäftigen können. Jeder vernünftigen Erklärung entzieht sich dieses Kulturphänomen vor allem dann, wenn man sich vergegenwärtigt, welche Preise teilweise für diese Produkte aufgerufen werden oder mit welcher Verbissenheit in der Ü-Ei-Szene gegen Imitate zu Felde gezogen wird. In gewisser Weise sind dies ja auch weitere Indizien dafür, dass die Welt völlig aus den Fugen ist. Und deshalb ist es auch nicht weiter verwunderlich, wenn auf Das Gelbe vom Ei - Ü-Eier und mehr der Sieg des Ü-Eis über die Sprachkultur öffentlich dokumentiert wird.

 
Holzspielwaren für Kinder, Uhren von SEIKO, PULSAR, LORUS, Software für PC, Amiga, C 64 und Atari, Mineralien, Gold- und Silberschmuck bietet Barbara Weidinger an. Und zwar, wie sie beteuert, "Hunderte von ausgezeichneten Waren in erstklassiger Qualität zu einem sehr günstigen Preis". Ein sehr sinnvoller Hinweis allein schon deshalb, weil die gesamte Gestaltung dieses Gemischtwarenhandels nach unseren Eindrücken nicht unbedingt den Verdacht nahelegt, dort qualitativ gut bedient zu sein.

 
Gut zu wissen, dass es den DIV-Verlag gibt. Zum einen, weil selbiger nämlich allen "Jungautoren, die es bisher nicht geschafft haben einen Verleger auf dem engen Buchmarkt zu finden", die Gelegenheit zur heiss ersehnten Veröffentlichung ihrer Werke bietet. Dann aber aber auch, weil man dort die pfiffige Idee gehabt hat, in Form verbraucherfreundlicher PDF-Dateien zu publizieren, die dann vom Endverbraucher bequem ausgedruckt oder gleich am Bildschirm betrachtet werden können. Und schliesslich wegen des ansprechenden Internetdesigns, das sicher vielen Liebhabern eines guten Buches die Kaufentscheidung noch leichter macht. Und völlig abwegig wäre daher natürlich, dass sich jemand die Frage stellen könnte, ob "Weggeworfen und Vergessen" aus der Feder des hier bereits geförderten Literaturtalents Stefan Hirtz in gewisser Weise auch ein Motto für die Leistungen des DIV-Verlags sein könnte.

 
Sich gern fotografieren zu lassen und ausserdem keine Hemmungen zu haben, sich in der Öffentlichkeit zu präsentieren, sind sicher keine schlechten Voraussetzungen, wenn eine Karriere als Fotomodell eingeschlagen werden soll. Allerdings ist es hierfür mit diesen beiden Qualifikationsmerkmalen allein ja vermutlich nicht getan. Zumindest dann, wenn als Einsatzgebiete nur "Mode,Dessous,Kosmetik,Werbung allgm." in Frage kommen. Und deshalb müssen wir nach Lage der Dinge leider gewisse Zweifel anmelden, ob die entsprechende Internetbewerbung von Sandra Sauerteig ("Beruf: Landwirt - Brustumfang: 100 cm") besondere Erfolgschancen hat.

Nachtrag vom 26.06.99:
Da sich - vermutlich aus naheliegenden Gründen - die URL dieser Seite in letzter Zeit mehrfach geändert hat und dies auch künftig offenbar nicht auszuschliessen ist, darf hier auf den Index dieses Webangebots verwiesen werden, über den sich bei Bedarf die jeweils aktuelle URL unschwer herausfinden lässt.

 
Eine Sache können wir im Zusammenhang mit der WonderDream HomePage von Sin Vay Lo überhaupt nicht verstehen. Und zwar, warum für den Besuch selbiger ein 17-Zoll-Monitor, ein MMX-Rechner und ein 56K-Modem empfohlen wird. Wir sind nämlich eher der Meinung, dass eine rechtzeitig angelegte Augenbinde hierfür wesentlich hilfreicher ist.

 
Soweit es sich erkennen lässt, hat die Erstellung einer Internetpräsenz bislang noch nicht zu den Unternehmensschwerpunkten von Firma Wicht gehört. Das entschuldigt zwar nichts, erklärt aber vielleicht in gewisser Weise, weshalb dort atemberaubend mächtige Banal-Grafiken und Links auf Dateien, die sich auf der Festplatte befinden, im Mittelpunkt stehen.

 
Worauf sich beim Frido-Reifenmarkt in Untergriesbach das Statement "so lächerlich ist es nun auch wieder nicht" genau bezieht, hat sich uns leider noch nicht ganz erschlossen. Sicher dürfte jedoch sein, dass damit die Gestaltung dieser Seite nicht gemeint sein kann.

 
Beurteilt man die Wahlchancen einer Partei nach der Attraktivität ihres Internetauftritts, wird es die Automobile-Steuerzahler-Partei - ASP bei der Europawahl 1999 vermutlich nicht leicht haben, in nennenswerter Anzahl Stimmen zu bekommen. Da dieses Kriterium für viele Wählerinnen und Wähler wahrscheinlich jedoch nur eine untergeordnete Bedeutung hat, muss man sich wohl darauf verlassen, dass sich die ASP auch anderweitig so darstellt wie sie es im Internet vorführt.

 
Wild entschlossen, berühmt und eine Gruppe von der Grösse des Chaos Computer Clubs zu werden, ist man nach eigenem Bekunden bei Hackland. Angesichts der Tatsache, dass dort bisher erst ein aktives und ein passives Mitglied gezählt werden kann, sind dies natürlich Ziele, in die noch einige Arbeit zu investieren sein wird. Das macht aber nichts. Wo ein Wille ist, ist bekanntlich auch ein Weg. Und im speziellen Fall ist aufgrund der demonstrierten Entschlossenheit ja auch zu vermuten, dass sich die wackeren Hackerjungs sicherlich auch von eventuellen Rückschlägen, die mit dem besonderen Charakter ihrer Initiative zu tun haben könnten, nicht vom Weg zum Ruhm abbringen lassen.

Nachtrag vom 15.10.99:
Weshalb dort mittlerweile Web-Dienstleistungen statt Hackerbedarf gehandelt werden, entzieht sich derzeit leider noch unserer Kenntnis.

 
Dass sich der Missionierungswille einiger Zeitgenossen nicht nur auf kirchliche Belange konzentriert, wird jedem klar, der die Seite von Klaus Wagner besucht. Herr Wagner, im Wissen um den Alleinbesitz der absoluten Wahrheit, tut sich vor allem darin hervor, daß er auf diversen Wahlveranstaltungen und Demonstrationen Bilder deutscher Politiker mit Hitlerfrisur und -bart verziert und diese möglichst medienwirksam vor die Kameras der anwesenden Journalisten hält. Eine stolze Sammlung diverser Artikel und Fotos hält Herr Wagner in seiner Memorabiliensammlung für den geneigten Leser bereit.
Hintergrundinfos zu den Aktionen des Herrn Wagner finden sich zum Beispiel bei Bild-Online
Ein Gastbeitrag von Andriz

 
 
Nominiert für den Ultimate Trash Site Award

Jahrelang hat uns am Geläute von Kirchenglocken, offen gestanden, am meisten gestört, dass es immer dann einsetzt, wenn man noch ein Stündchen schlafen will. Eine völlig naive Sichtweise ! Wie Heinrich Badhofer auf Die vergessene Macht des Katholizismus nachweist, ist diese Form der Lärmbelästigung nämlich das Instrument eines perfiden Plans, der "eine lebenslange, unbewußte Hilflosigkeit des Getauften gegenüber den Machenschaften des Katholizismus" zum Ziel hat. Kein Zweifel möglich, dass der Mann damit recht hat. Und zwar vor allem wegen der Schlüssigkeit seiner Argumentation.

 
 
Nach oben      Home

© Jürgen Graf. Angelegt am 30.05.99. Last Update: 15.10.99