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| 6/03 |
Nominiert für den Ultimate Trash Site Award |
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| Lobende Erwähnungen |
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| Auch im Erzgebirge ist die Zeit nicht stehen geblieben. Dumme Vorurteile, nach denen dieser Landstrich noch immer von emsigen Zwergen bevölkert sei, erweisen sich spätestens nach einem Besuch bei der Textilveredlung Erzgebirge GmbH & Co. KG als völlig haltlos. Dort hat man nämlich mittlerweile nicht nur das Internet entdeckt, sondern es sind sogar bereits erste Versuche unternommen worden, sich in einer Sprache mitzuteilen, die nicht die Muttersprache ist. Ein Entdeckergeist, der natürlich allerhöchste Anerkennung verdient. Weshalb wir den wagemutigen Erzgebirgsbewohnern aus der Textilveredelungsbranche auch sogleich ein dreifach donnerndes "Weiter so !" entgegenschleudern wollen.
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| Gäbe es den schlechten Geschmack nicht schon, diese Heimseite wäre sein Schoß! The Katja Ebstein Revival Band kriecht heraus und ehrt eben jene Kuhäugige mit wirren HTML-Tabellen und Bildern, bei deren Produktion CCD-Chips die Arbeit verweigern sollten. Auch die Tondokumente zeigen, in welch armseliger geistiger Heimat sich die Macher verirrt haben - Buben, die zwar irgendwie eine Navigation zustande bringen, sonst aber nix. Ihr Lebenszweck sei ihre Körperspende an die Anatomie. Katja, hilf dabei! Hier aber auf Wunder zu hoffen, ist vermutlich vergebens.
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| Vorausschauend denken zu können, ist sicher das für den Wähler wünschenswerteste Qualitätsmerkmal eines Kommunalpolitikers. Das nehmen die Grünen in Ottweiler ganz unverblümt für sich in Anspruch, bleiben aber den Beweis schuldig, ob sie neben der erstaunlichen Fähigkeit, bis übermorgen denken zu können, auch willens und in der Lage sind, den einen oder anderen Gedanken an das Hier und Jetzt zu verschwenden. Dann nämlich hätte ihnen auffallen müssen, dass das Wetter nicht das einzige aller möglichen in der Kommunalpolitik interessierenden Themen ist. (Jörg Schneider) |
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| Nominiert für den Ultimate Trash Site Award |
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| Man kann sicher darüber streiten, ob eine im ehemaligen Zonenrandgebiet gelegene Gemeinde angemessene Bezugspunkte für einen aufstrebenden jungen Menschen liefern kann. Was aber eine rein akademische Diskussion wäre, denn die Bedeutung bestimmter Markennamen für die eigene Standortbestimmung hat sich schließlich heute auch bis nach Fulda herumgesprochen. Oder präziser formuliert: Dass sich das eigene Weltbild vollumfänglich mit einer Affinität zu Hochpreisprodukten beschreiben lässt, ist ein Phänomen, das durchaus auch in der Provinz anzutreffen ist. Die Form der Selbstdarstellung, die auf Junger Römer gewählt worden ist, ragt aber trotzdem in zweifacher Hinsicht aus der grauen Masse der Eigeninszenierungen heraus. Zum einen, weil es in beeindruckendem Umfang gelungen ist, eine erstklassige Bedienungsanleitung für ein Leben aus zweiter Hand zu liefern. Und außerdem, weil sich irgendwie dann doch die Frage aufdrängt, was Oscar Wilde, der sich gegen die Vereinnahmung durch Oliver O. Schmidt nicht mehr wehren kann, dazu wohl sagen würde.
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| © Jürgen Graf. Angelegt am 15.04.03 | |||||