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14/01

 
Nominiert für den Ultimate Trash Site Award 
Lobende Erwähnungen

Sofern wir da richtig informiert sind, leidet die Christlich-Demokratische Union Deutschlands immer noch unter den Folgen des hausgemachten Spendenskandals. Daß sich ihre Finanznöte derart dramatisch darstellen, daß der CDU Kreisverband Stuttgart bislang offenbar nicht ein paar Mark für die Renovierung seines Webauftritts hat zusammenkratzen können, wundert uns dann aber doch ein wenig.

 
Daß Detlef der Meinung ist, seine wahnsinnig aufregenden Erfahrungen im Zusammenhang mit der Unkrautvertilgung und mit der erfolgreichen Verscheuchung eines Marders an andere Gartenfreunde weitergeben zu müssen, mag sogar noch angehen. Leider läßt er es damit aber nicht bewenden. Zur Familie gehört nämlich außerdem noch der Westhighlandterrier Fenja, und das hat leider internettechnische Konsequenzen. Vor allem dergestalt, daß in schonungsloser Offenheit Zeugnis darüber abgelegt wird, daß dieser Vierbeiner eine Mama, einen Papa und einen bei der Bundeswehr in Eutin stationierten großen Bruder hat. Und dies liefert uns dann natürlich einen weiteren Beweisen dafür, daß Haustiere nichts im Internet zu suchen haben.

 
Offen gestanden, stellt uns die Information, der "obere Erwerbenreißverschlusscode in Amerika ist 90210", noch vor ein ziemliches Rätsel. Und zur Aufklärung trägt leider auch nicht bei, daß dabei irgendein Fernsehapparat namens Beverly eine Rolle spielen soll. Andererseits können wir damit zur Not aber auch leben. Schließlich hat sich uns auf AllAdvantage auch ansonsten bislang noch nicht erschlossen, um was dort nun genau geht.

 
Glücklicherweise haben viele Webanbieter bereits erkannt, daß es auf ein Mindestmaß an Content ankommt. Und zwar vorzugsweise Inhalte, die die Besucher mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit interessieren könnten. Das Problem dabei ist dann allerdings oft, daß es eben Mühe und Arbeit macht, derartige Informationen zusammenzutragen und aufzubereiten. Oder man macht es wie I-HH.de - Internet für Handwerk und Handel, bedankt sich beiläufig an irgendeiner Stelle beim Urheber, und verzichtet dabei auf den Link zum Original.

 
Wie der Selbstdarstellung zu entnehmen ist, ist der Deutsche Multimedia Verband von Multimedia-Unternehmen gegründet worden, "die einen akuten Handlungsbedarf im Bereich Multimedia beobachtet haben". Und da ist es natürlich nur konsequent, daß dieser Verband höchstselbst am Beispiel der Gestaltung seiner eigenen Webpräsenz vorführt, mit welchem Eilbedarf in dieser Richtung etwas zu tun ist.

 
Man kann sicher darüber streiten, ob es der Weisheit letzter Schluß ist, den Besuchern einer Webseite erst einmal ein langatmiges Intro anzubieten. Weniger wichtig dürfte diese Frage allerdings schon allein deshalb sein, weil der Berliner Dom zu den prominentesten Sakralbauten in Deutschland zählt, und er im Internet insgesamt auf eine Art und Weise präsentiert wird, die man für ein Kirchengebäude in der tiefsten Provinz vielleicht gerade noch so durchgehen lassen könnte. Eine noch nicht ganz ausgereifte Framegestaltung und -steuerung, suboptimale Textdarstellung, Schriftdefinitionen, die auf Macintosh-User keine Rücksicht nehmen, durchaus noch optimierungsfähig wirkende Übersetzungen in die englische Sprache, und so weiter und so fort. Irgendwie sieht das Ganze nach unserer unmaßgeblichen Meinung einfach billig aus. Und damit wird natürlich eine weitere Frage provoziert. Nämlich, wieviel sich die Verwaltung der Oberpfarr- und Domkirche zu Berlin ihren Auftritt hat kosten lassen, und wie gut diese Mittel investiert worden sind.

 
 
Nominiert für den Ultimate Trash Site Award

Wenn in die Abbildung eines Hochhauses ein Firmenname hineingebastelt worden ist, und selbst Halbblinde es sofort merken, daß hier getrickst worden ist, ist dies logischerweise kein besonders gutes Aushängeschild für den Ruf einer Firma. Andererseits handelt es sich dabei aber wahrscheinlich sogar um einen fast zu vernachlässigenden Randaspekt. Der gesamte Auftritt von EURO TV PRODUCTION GMBH ist nach unserem bescheidenen Dafürhalten nämlich derart wild und dilettantisch zusammengeknüppelt worden, daß es für künftige Geschäftserfolge dieses Unternehmens eigentlich nur von Vorteil sein kann, wenn potentielle Kunden nicht auf seine Webpräsenz aufmerksam werden.

 
 
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© Jürgen Graf. Angelegt am 19.08.01